Pharoah Sanders: Journey To The One - 2LPs 180g 33rpm - Pure Pleasure

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Artikelnummer 80114003

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"Journey To The One" - Pharoah Sanders (ts); Eddie Henderson (flh); Joe Bonner, John Hicks (p); Carl Lockett (g); James Pomerantz (sit);
Phil Ford (tabla); Ray Drummond (b); Idris Muhammad (dr); u.a.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser LP, 1980, war Pharoah Sanders eine feste Größe unter den Tenorsaxophonisten.
Der Tod von John Coltrane und Sanders fruchtbare Jahre der Zusammenarbeit mit dem produktiven Saxophongenie
hatten einen unverkennbaren Einfluss auf seinen Klang und Erforschung des Instruments.
Beginnend mit "Greetings To Idris" folgt die Struktur der Musik der Tradition,
öffnet sich aber den Musikern für die Improvisation innerhalb des Arrangements.
Der Track bezieht sich auf den hier eingeladenen Schlagzeuger Idris Muhammad, der in seiner Spätzeit auch mit Coltrane gespielt hatte.
Natürlich ist Sanders Saxophon das zentrale Instrument, gewagt und volle Aufmerksamkeit fordernd.
Sanders ist immer an anderen Instrumenten aus anderen Kulturen interessiert, ähnlich wie Trane, und bezieht das japanische Instrument Koto mit ein,
ein wunderschön harmonisches Saiteninstrument.
Er nutzt es als Kontrast zu seinem weichen, satten Tenorton, der gemeinsam mit weiteren Bläsern und einem Harmonium für eine herrliche,
friedliche Stimmung auf "Kazuko" (Friedenskind) sorgt, der die Qualitäten eines meditativen Opfers hat.

Der größte Teil der Aufnahmen, acht Titel, wurde von Sanders komponiert und arrangiert und demonstriert seine Führungsrolle.
Es gibt eine Komposition von John Coltrane mit dem Titel "After The Rain", im Sinne von Trane bearbeitet,
die es selbst dem anspruchsvollsten Hörer schwer macht, zwischen der Originalversion und Sanders' Einfluss zu unterscheiden.
Es handelt sich um ein bluesiges Duett, nur Saxophon und Klavier, und das man wegen seiner einfachen und eindringlichen Motive immer wieder hören möchte.

Ein andere Komposition von Coltrane mit dem Titel "Easy To Remember", hat einen sanften Swing,
der um ein klassisches Quartett (Schlagzeug, Bass, Klavier, Saxophon), wie es von Coltrane verwendet wird, herum aufgebaut ist,
und das Ergebnis ist ein ausgezeichneter Standard.
Sanders verwendet weitere, eigentlich dem Jazz fremde Instrumente, indem er bei "Soledad" neben einer Tabla eine Sitar integriert,
die im Mittelpunkt steht, bevor Sanders hinzustößt. Das Resultat ist einfach genial, Ost und West verschmelzen
und bilden eine Schnittstelle für eine friedliche Komposition.

Sanders' Musik auf dieser LP pendelt zwischen den ruhigen Klängen seines sanften Instruments bis hin zu den äußeren Grenzen,
die auch Trane in seiner Spätzeit erforschte. Was diese LP von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es sich hier um eine Gruppe handelt,
die unter seiner Leitung spielt und bei der er alle anderen nahezu gleichberechtigt mitspielen lässt.
Das Uptempo "You've Got To Have Freedom" ist ein solcher Track, Sanders hat einige Solos, arbeitet aber innerhalb der Gruppenstruktur,
während die anderen Musiker, allen voran Eddie Henderson am Flügelhorn, die Richtung vorgeben.
Der Chor, der hier die meiste Zeit zu hören ist, proklamiert "Ya gotta have peace and love, ya gotta have freedom" im Manhattan Transfer-Stil,
präsentiert aber mit viel mehr Seele.
Der Einsatz von Vokalisten wird auch bei dem Stück mit dem Titel "Think About The One" fortgesetzt, im Chor ist der Vokalese-Spezialist Bobby McFerrin zu hören.

Diese LP zeigt die verschiedenen Seiten von Pharoah Sanders, einem Mann, der immer bereit ist, Musik und Seele zu erforschen und sie mit dem Hörer zu teilen.
Das abschließende Stück "Bedria" ist eine sanfte Erkundung der Spannweite des Tenorsaxophons. Es ist eine zehnminütige Komposition, welche die ganze Anmut Pharaos Wesens zeigt, ein sanfter Riese, der das Instrument zu außergewöhnlichen Leistungen manipulieren kann und in schwebenden Wellen harmonischer Glückseligkeit nach außen und zurück schwingt.

Sanders ist nahezu perfekt auf dieser LP.
Eine seiner besten Aufnahmen aus seiner Zeit nach Impulse. Sie gehört in Ihre Jazz-Sammlung direkt neben John Coltrane.

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